Sonntag, 30. Dezember 2018

Von Luang Prabang nach Phonasavan

Die Strasse 13 zwischen Vang Vieng und Luang Prabang ist ohne Zweifel eine der schönsten Strecken des Landes. Über 230 km schlängelt sich die Strasse über mehrere Pässe und durch unendlich viele Dörfer. Die Menschen und unglaublich viele Kinder leben an und auf der Straße. Es gibt LKW und Busverkehr, Autos, landestypische Moppeds, Tiere, Radreisende und uns. Die Strecke ist asphaltiert, bietet aber immer wieder Überraschungen und Herausforderungen. Schlaglöcher, Baustellen und grössere Strassenschäden. Also volle Konzentration. Zwischendurch die tollen Ausblicke geniessen, aber auch das Leben der Einheimischen wahrnehmen. Einfache Hütten/Häuser, viel Staub und Lehm, Stromleitungen, aber häufig Wasser aus Kanistern. Ausserdem sind scheinbar auch die Kleinsten mit Dingen des "Haushaltes" beschäftigt: Sammeln von Pflanzen und Bündeln/Flechten.

Nach ca. 140 km biegen wir auf die Strasse Nummer 7 ab (Plain of Jares). Nochmal die gleiche Distanz. Das Fahren wird etwas einfacher, aber abends sind wir todmüde.

Ja, die Strecken sollten nicht zu lang sein. Aber mangels Unterkünfte müssen eben auch mal die langen Fahrtage sein.

Am 31.12.18 fahren wir die Strecke wieder zurück nach Luang Prabang. Wir wollen dort nochmal 2 Nächte verbringen, weil es dort so schön ist und wir uns dort so wohl gefühlt haben.

Bilder "Plain of Jars"

Für die "Ebene der (Ton)krüge haben wir uns auf den Weg nach Phonsavan (auch Xieng Khouang genannt) gemacht.

Die Stadt ist strategisch von Bedeutung. Hier treffen zwei aus dem Süden kommende Strassen auf die einzige Ost-West-Achse (Strasse 7).

Die Stadt ist aus unserer Sicht eher hässlich. Aufgrund der Höhe von ca. 1.300 m ist es 5 - 7 Grad kälter als in den tiefer liegenden Gebieten. Es ist schlichtweg saukalt und an unserem Anreisetag gab es nachts Regen. Aber wir haben warme Sachen, Mützen und Regensachen dabei.

Von 1964 - 1973 war diese Provinz einer der Hauptkriegsplätze. Viele Bombenkrater sind noch zu sehen und es gibt noch unendlich viele Blindgänger (UXO). Es werden weiter versucht, die Blindgänger zu finden, kontrolliert zu sprengen und die Bevölkerung zu sensibilisieren.

Die Monolithen waren durchaus interessant, aber die Dokumentation über UXO doch sehr berührend.

Plain of jars und UXO

Wir waren heute auf Site 1 der Plain of jars. Viele grosse Krüge mehr als 2000 Jahre alt.
Aber wirklich beeindruckt hat uns ein Film im Visitor Center über UXO (unexploded ordnance).
Scheiß Stellvertreter-Kriege. Seit 40 Jahren leiden die Menschen hier unter der Gefahr. Die Welt weiß das. Und trotzdem werden diese Anti-Personen Bomblets nach wie vor eingesetzt. Das muss aufhören.

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Reisfelder, Bananenplantage u.a.

Der Almosengang der Mönche in Luang Prabang

Nach 2 1/2 Tagen in Fahrtrichtung Nordwesten sind wir in der alten Königsstadt am Mekong angekommen.

Die Stadt steht seit 1995 unter dem Schutz des UNESCO Welterbe.

Hier gibt es viel zu sehen und zu unternehmen. Die vielen kleinen Cafe's und Restaurants, aber auch der Nachtmarkt Laden zum Verweilen ein.

Wir möchten ein paar Tage bleiben und haben ein nettes Guesthouse gefunden. Es liegt zentral und fussläufig zur Stadt und dem Mekong. Unsere Motorräder dürfen wir im Innenhof hinter dem Haus Parken.

Ich möchte hier etwas Besonderes sehen:

Den Almosengang der Mönche.

Jeden Morgen gehen die Mönche eine bestimmte zentrale Strasse herunter, um das Essen für den Tag zu erhalten. Sie laufen barfuß, in ihren orangenen Gewändern und haben nur das Gefäß für die Almosen dabei.

Ich bin natürlich vor dem Klingeln des Weckers um 5.17 Uhr wach. Es ist dunkel, aber auf den Strassen ist schon eine Menge los.

Die genaue Uhrzeit und der genaue Weg der Mönche ist mir unklar. An der Straße sitzen schon viele Menschen auf kleinen Schemeln und haben kleine Körbchen mit gekochtem Reis vor sich.

Die fliegenden Händler verkaufen den gekochten Reis vor Ort.

Allerdings sollten nur Buddisten etwas geben. Der direkte Augenkontakt mit den Mönchen ist zu vermeiden.

Die Strassen ist (doch) nicht gesperrt und es laufen tatsächlich viele (vorwiegend asiatische) Touristen mit Kamera und Blitzlicht neben den Mönchen her. Anstatt einer andächtigen Stille wird laut geredet. Genau diese Beschreibung hatte ich bereits im Vorfeld gelesen.

Es ist leider nicht die erhoffte andächtige Zeremonie, die ich mir gewünscht und doch etwas erhofft habe.

Aber trotzdem habe ich Glück. Ich stehe still etwas Abseits und beobachte das Geschehen. Die Mönche kommen aus und gehen in unterschiedliche Richtungen.

2 x kommt mir eine Gruppe von Mönchen ganz nah. Sie tauchen aus dem nichts von links auf und vor mir kniet jeweils ein Spender und füllt jeweils etwas klebrigen Reis in die Behältnisse.

Wow. Das ist dann doch noch ein schönes und besonderes Gefühl. Es ist hier ganz still und keinerlei Kameraklicken und kein Blitzlicht.

Gegen 6.20 Uhr ist alles vorbei. 

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Abendessen von der Garküche am Fluss

Auch in Laos gibt es leckeres Essen am Straßenrand. Diesmal mit Ausblick auf einen kleinen Fluss und die Berge im Hintergrund.

Laos - Den Mekong entlang

In Laos übernehmen wir unsere Honda CRF 250. Dieses Mal sind die Motorräder deutlich älter als mein thailändisches Krad. Die Laufleistung nähert sich den 100.000 km. Man sieht den Moppeds die früheren Erlebnisse an. Das Öl und die Hinterreifen sind aber neu. Insgesamt machen sie einen technisch guten Eindruck.

Nachdem noch meine Hinterradbremse gängig gemacht wurde, starten wir von der Hauptstadt Vientiane zunächst in Richtung Westen.

Ich möchte an Mekong entlangfahren, der hier Grenzfluss zu Thailand ist.

Auf den ersten 50 km versteckt sich der Fluss hinter der Bebauung. Danach können wir den Fluss richtig sehen.

Er ist hier gross, braun, träge und ohne jeden Bootsverkehr. Trotzdem freue ich ich mich, an diesem Fluss entlang zu Fahren.

Später folgen wir dem Fluss in Richtung Norden.

Am 2. Fahrtag können wir den Fluss viel besser sehen. Wir haben - zunächst unbemerkt - ganz in der Nähe übernachtet.

Dann finden wir einen tollen Frühstücksplatz mit Blick auf den Fluss und können noch ein paar schöne Bilder machen.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Erstes Abenteuer in Laos, Weg nach Paklay

Wir haben unsere Moppeds übernommen. Dann am Mekong entlang. Irgendwann wurde es dann eine staubige, mit Schlaglöchern durchsetzte Piste. Das Navi schlägt eine Abkürzung vor. 30km sparen, 8km fahren. Scheiß Idee.
Wir brauchen knapp zwei Stunden.
Kommen im Dunkeln in Paklay an.
Leute, es ist unglaublich, wieviel Fahrzeuge hier mindestens ohne Rücklicht unterwegs sind.
NIEMALS im Dunkeln in Laos fahren!
Dusche, Essen und der Sonnenuntergang bei der Fahrt waren klasse.
Wir haben unser Abenteuer überstanden.

Montag, 24. Dezember 2018

Auf nach Laos!

Nach zwei gemeinsamen Tagen im stickigen Bangkok freuen wir uns auf die Weiterreise nach Laos.

Der Flughafen in der Hauptstadt Vientiane ist sehr klein und sehr übersichtlich.

Die Einreise dauert einen Moment. Carsten macht das "Visa on arrival" für 30 USD und muss sich dann eigentlich nochmals anstellen. Das können wir uns sparen, weil ich ja schon in der Warteschlange stehe.

Trotz Visa komme ich dann aber nicht rein - ich hatte das Einreiseformular nicht ausgefüllt. Das war aber schnell erledigt.

In Sachen Taxi sind die Laoten auch bestens organisiert. Der Preis in die Stadt ist festgelegt. 7 USD. Wir können und müssen nicht handeln.

Das Hotel liegt gut und das Frühstückbuffet ist international. Es gibt Baguette, auch hier merken wir die frühere französische Kolonialzeit.

Von der Terrasse des Frühstückraumes sehen wir alte französische Autos. Einen R4 und einen R5.

Laos ist anders als Thailand. Na, klar. Was genau? Es gibt wieder Rechtverkehr. 10.000 Kip sind ein Euro. Es gibt auswärtige Kennzeichen. In Thailand ist die Einreise mit auswärtigen Fahrzeugen deutlich reglementiert.

Weiter viele kleine Hondas etc. , aber mehr alte Vergasermodelle. In Thailand gab es modernere Technik mit Einspritzanlagen.

Ein paar schöne alte Häuser. Der Mekong in der Ferne. Nette Kneipen und Cafes. Im Vergleich zu Bangkok ist das Klima etwas angenehmer. Mönche und Tempel auch hier. Die Tuk Tuks sehen anders aus. Die Menschen? Freundlich, etwas zurückhaltender.