Montag, 28. Januar 2019

Der nördlichste Punkt Vietnams "Lung Cu Flaigpoint"












Heute zu dem nördlichsten Punkt Vietnams gefahren. Der "Lung Cu Flagpoint" bietet ein kostenloses Treppentraining und einen Blick in Richtung China. Auf dem Weg dorthin reisst der Himmel auf und ich kann die gigantische Aussicht der Berge im "Ha Giang Loop" geniessen! :-)
Abenteuerlich: Ich folge einem Schild "Sky Path" und fahre auf die schmale Betonplattenstrasse...links geht es sehr steil herunter und der Weg wird schmaler. Gut, dass ich (eigentlich) keine Höhenangst habe.Ich kenne die Videos von dieser Strecke und beschliesse, zu drehen. Uff, gar nicht so einfach. Die Bergetechniken vom Endurofahren helfen. Alles gut, ich bin froh, wieder auf der Straße zu sein.
Kurz vor dem Flagpoint treffe ich mal wieder Ervin, ein sympathischer Ungar, den ich bereits gestern kennengelernt habe. Er ist mit einem typischen Backpacker Bike auf dem Weg nach Laos. Er macht gerade Pause und so bekomme ich auch endlich mal was zum Essen. ;-)
Im dritten Anlauf finde ich eine Werkstatt, die mir einen Ölwechsel macht. Alle 1.000 km - 1.500 km soll das laut Mietvertrag gemacht und auch belegt werden. Die Honda hat einen Motor aus China.

Sonntag, 27. Januar 2019

Navigation und Überraschungen unterwegs














Abenteuerliche Strecken.
Die grossen Strassen sind zu vermeiden, da dort unendlich viele & grosse LKW unterwegs sind und sich auch noch gegenseitig überholen. Es erscheint gefährlich, ist anstrengend und ich komme nicht wirklich voran.
Glücklicherweise entdecke ich parallel eine kleinere Strasse und kann zumindest an diesem Tag die LKW vermeiden. Es ist ja auch viel schöner durch die Dörfer zu Fahren, es gibt soviel zu sehen!

Die Strassenkarte bietet eine gute Übersicht, ist aber zu grob, um die kleinen Strassen zu entdecken. Ich muss dem Garmin vertrauen und navigiere "querdurch" über die kürzeste Strecke. Ich finde den Weg, muss aber die ständig wechselnden Strassenverhältnisse und  Überraschungen hinnehmen. Es gibt viele tiefe Furten für die LKW und Autos. Für die Zweiradfahrer gibt es kleine Brücken, für die ich 2x einen Obolus zahlen darf. Gerne, besser, als durch die tiefe Furt zu müssen.
Die kleinen Brücken schaukeln und schwingen, am besten vorher tief Luft holen!
Die kleine Enduro macht es mir aber leicht.
Solange mir immer wieder Einheimische auf Zweirädern entgegenkommen bzw. Von mir überholt werden, ist alles im Ordung.

"Angekommen" in der nördlichen Bergwelt



















Von Cat Ba (Ha Long) nach Meo Vac
3 Fahrtage und ca. 750 km weiter Richtung Norden, kurz vor der Grenze zu China.
Die Fähre von der Insel "Cat Ba" nach "Ha Long" war die richtige Wahl. Nochmal eine Stunde mit dem Boot durch die wunderschönen Karstberge. 
Meine Vietnamtour mit der XR 150 hat nach dem Erreichen des Festlandes erst richtig begonnen. Touristen gibt es hier nicht mehr. Ich fühle mich erst etwas alleine. Aber die Menschen schauen im mein Gesicht im Helm und lachen mich an! Auf dem Markt muss ich das Obst erst probieren, bevor mir die Frau etwas verkauft. Bei solchen Erlebnissen geht es mir gleich besser.
In einem Guest House habe ich abends sogar Familienanschluss mit Abendessen und die gute Seele des Hauses hat mich in ihr Herz geschlossen. Mittels Hand-und Fuss und Google Translator wird kommuniziert.
Den angebotenen Hund esse ich nicht, ich lebe hier gerne vegetarisch. ;-)
Am nächsten Abend treffe ich zufällig John und Huw aus England, die in das gleiche Hotel wollen wie ich.  Sie haben die gleichen Mopeds und auch vom gleichen Vermieter wie ich. Im Gegensatz zu mir wollen sie unbedingt nach Hoi Che Minh City Fahren. Sie sind beide sehr nett und symphatisch und ich freue mich über die nette Gesellschaft und Ihre Abenteuergeschichten.
Am 3. Fahrtag wurde es richtig toll mit aufregenden (Offroad)strecken und Brücken, für die auch ich 2 x zahlen musste. Wenn die Brücke bei den Einheimischen hält, dann doch auch bei mir, oder? :-)
Im letzten Tageslicht erreiche ich Meo Vac. Ich kann die gigantische Bergwelt in der Dämmerung erahnen. Ab hier ist eine warme Decke und Heizung wichtig. Ich geniesse auch sehr das Feuer im Gemeinschaftsraum der Unterkunft. Das grosse Holzhaus ist toll.

Donnerstag, 24. Januar 2019

Inselleben - Cat Ba & La Ha-Bucht












Ich mag Inseln und Fährfahrten.
Cat Ba ist 350 km2 gross und die grösste Landmasse in dieser Küstenregion. Die berühmte Ha Long Bucht ist "um die Ecke".
Das Strassennetz ist in einem guten Zustand, aber auch sehr "überschaubar". Aber mit dem Zweirad kann ich diese kleine Insel prima erkunden. Viele andere Reisende leihen sich hier Roller.
Von Cat Ba werden Bootstouren in die wunderschöne Lan Ha Bucht angeboten. Hier gibt es auch die bekannten Karstberge, aber nicht ganz so hoch wie in der Ha Long Bucht. Hier ist es dafür in der Nebensaison auch beschaulich und ruhig. Ausser Fischerbooten gehörte uns die Bucht quasi allein.
Im Rahmen der Tagestour konnte ich wieder 1 1/2 Stunden Kajak fahren. Diesmal wieder ein geschlossenes Boot. Hat wieder viel Spass gemacht!
Seltene Affen waren in den Bäumen zu beobachten. Wer wollte, konnte auch im Meer schwimmen.
Ausserdem haben wir an einer der unzähligen Fischfarmen in der Bucht angehalten. Hier leben die Familien in einer kleinen Hütte auf der schwimmenden Fischfarm. Die schmalen und schwankenden Holzplanken zu überqueren ist für mich eine echte Herausforderungen. Blickführung!
Die Guides erklären uns, dass die schulpflichtigen Kinder bei Verwandten auf der Insel leben und nur das Wochenende und die Ferien bei den Eltern verbringen. Die Farmen sind quasi schwimmende Dörfer.
Nach der gestrigen entspannten Bootstour bin ich heute mit dem Moped zum Nationalpark in die Berge gefahren. Eine kürzere Wandertour (2 Std. Hin- und zurück) führt zu einem Aussichtpunkt auf dem 225 m hohen Gipfel Ngoi Lam durch einen subtropischen Wald. Der Aufstieg war recht abenteuerlich und sehr anstrengend. Einen Grossteil der Strecke musste ich über die grossen Steine hoch - und runterklettern. Dafür gab es auf dem Gipfel eine grandiose Aussicht!
Die Zeit auf der Insel war schön und entspannend. Es wird aber auch Zeit weiterzufahren!
Im Norden der Insel gibt es eine Fährverbindung nach Tian Chau, die durch die "Ha Long" Bucht führen soll. Ich werde versuchen, die erste Fähre um 9 Uhr zu bekommen. Dann geht es weiter Richtung Norden in die Bergregion.

Montag, 21. Januar 2019

On the Road again! Honda XR 150









Von Hanoi nach "Cat Ba" Island/Ha Long Bucht
On the Road again! In Hanoi hat es am Montagmorgen noch fies geregnet. Aus Erfahrung weiss ich, dass Regen aus einem gemütlichen Zimmer viel schlimmer aussieht, als er sich draussen - passend angezogen - anfühlt.
Also meinen neuen Reisegefährten für die nächsten 30 Tage abholen und heute endlich wieder Moped fahren! Bei kühlen 16 Grad und unfreundlichen Wolken. Aber ich bin letztlich trocken bis zur "Cat Ba" Insel in der "Ha long" Bucht gekommen.
Der erste Fahrtag in Vietnam ging gut und ich habe schon einige nette Dinge erlebt. U.a. zwei Fährfahrten.
Die erste Fähre war über einen kleinen Fluss mit Einheimischen. Ich wurde freundlich bestaunt und mein GPS Gerät am Lenker fragend angeschaut.
Beim Bezahlen der 5.000 Dong (0,20 EUR) wurde mir bei der Scheinauswahl freundlich geholfen. Einfach Klasse!
Ich habe auch gelernt, dass die Zweiradfahrer an der grossen Tankstelle in Hanoi hren eigenen Bereich haben ;-).
Die Suche nach dem Fähranleger zu der Cat Ba Island gestaltete sich schwieriger, aber auch hier wurde mir  freundlich der Weg gewiesen. Dank Google Maps und dem netten Vietnamesen habe ich den Weg gefunden.
Meine geplante Unterkunft im Nationalpark habe ich im Dunkeln dann nicht mehr gefunden. Also in den Hauptort und wieder so ein schmaler hoher Kasten mit einem sehr freundlichen Inhaber.
Todmüde, aber alles gut.
Von dieser Insel kann ich direkt Bootstouren in die weltberühmte "Ha Long" , aber auch in die "Lan Ha Bay" unternehmen. Aber erst mal mit dem Krad bei Tageslicht die Insel erkunden.

Sonntag, 20. Januar 2019

Hanoi











Mein Plan war stets, nach Hanoi zu reisen. Hier gibt u.a. es die Möglichkeit Motorräder zu mieten oder auch zu kaufen. Die Hauptstadt Vietnams hat natürlich auch viel "anderes" zu bieten
Ausserdem möchte ich von hier in die einsame nördliche Bergwelt, an die Grenze zu China fahren.
Von dieser Region habe ich schon phantastische Bilder gesehen. Es ist natürlich noch Winter und die Temperaturen können empfindlich kalt sein. Daher werde ich vermutlich nicht sofort Richtung Norden aufbrechen.
Die weltberühmte Halong Bucht
östlich von Hanoi, und/oder die sogenannte "trockene" Halong Bucht südlich von Hanoi  sind auch Ziele, die ich ansteuern möchte. Die Karstberge müssen wirklich toll aussehen.
Ich merke schon in Hanoi, dass es angenehm kühl ist. Aktuell 20 - 25 Grad und die Menschen tragen warme Jacken und manchmal Mützen. Nach ständigen 34 Grad schwüler Hitze finde ich das angenehm.
Ich bleibe drei Nächte hier,  um anzukommen, mich zu aklimatisieren und den Strassenverkehr zu beobachten.
An das ständige Gehupe muss ich mich gewöhnen und natürlich in mein eigenes Repertoire aufnehmen.
Durch die berühmte Altstadt bin ich schon ausgiebig gelaufen. Es gibt so viel zu sehen: Je nach Tageszeit wird überall gekocht und gegessen. Dazwischen Läden als lange Schläuche - die seltsame Bauweise ist der Steuergesetzgebung geschuldet. Jede Menge Transport: Auf Rollern und Fahrrädern, aber auch auf den Schultern wird wirklich alles transportiert. Dazwischen noch die Cyclo Fahrradtaxis.
In den Läden gibt es entweder Jacken oder Hosen. Oder Kostüme/Kleider. Alles auf Bügeln, aber auch als grosser Grabbelhaufen  in der Mitte.
Ich könnte hier stundenlang rumlaufen und zuschauen. Aber meist laufen auch die Fussgänger auf der Strasse. Bürgersteige werden meist zum Kochen oder Parken der unzähligen Zweiräder genutzt. Wegen der ständigen Konzentration und meines Rückfalles in Sachen "Reisekrankheit" mache ich immer wieder Pause in meinem Hotel. Das ist nie weit und ich muss mit ja auch noch ein paar Gedanken zu meiner Reiseroute machen.
Gerade wurde ich - mal wieder - von drei Studenten der Uni interviewt. Diese drei jungen Leute konnten etwas besser Englisch als die Studenten in Laos.
Heute Abend gehe ich in das berühmte Wasserpuppentheater. Eine Empfehlung unsere Reisebekenntschaft Adriana und Mara. Ich bin mal gespannt!