Donnerstag, 28. Februar 2019

In Deutschland angekommen

In Bangkok am Flughafen war totales Chaos. Ich bin vorsorglich noch eine weitere Stunde früher zum Flughafen gefahren. Für 9 Uhr war eine Information angekündigt. Dann für 10 Uhr. Es kam nichts. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, mein Flug sei storniert.

Ich habe gewartet. Irgendwann sickerte es durch, dass 4 Flüge nach Europa gingen. Wohin? London. Frankfurt. Es sollten Zettel ausgehängt werden. Den handgeschriebenen Zettel an irgend einem der "Check-In" Punkte hinter mir habe ich eher zufällig gesehen. Ich glaube ein anderer Passagier hat davon erzählt. Mein angeblich stornierter Flug ging also doch!

Es gab Gerüchte, dass erst die Passagiere von Mittwoch ausgeflogen werden.

Das andere Gerücht besagte, erst werden die aktuellen Flüge regulär abgefertigt.

Ich hatte einfach die Hoffnung, dass mein Flieger noch geht und ich heute dann natürlich auch fliegen kann.

Ich hatte glücklicherweise am Vortag bereits über die Thai airways App eingecheckt. Also nur Gepäck abgeben.

Wir sind dann letztlich mit einer Stunde Verspätung gestartet und auch in Frankfurt gelandet.

Geflogen sind wir über China und Moskau.

Der pakistanische Luftraum war ja gesperrt und der Grund für das Chaos.

Jetzt sitze ich im ICE nach Köln/Deutz, wo mich Carsten abholt.

Uff.

Mittwoch, 27. Februar 2019

Bangkok - wie geht es weiter?

Die Reise von Vietnam nach Thailand verlief gut. Ich wäre nur fast verhungert, weil es für mich kein Essen gab.

Bei dieser Tochtergesellschaft von Vietnam Airline kann man verschiedene Tarife buchen. In der Reiseagentur könnte der freundliche Mann schon online kein Aufgabegepäck dazu buchen. Ich habe am Flughafen quasi ein Gepäckticket für 400.000 Dong dazu gekauft. Der Preis war vorher bekannt, ca. 16 EUR.

In Bangkok habe ich eher zufällig von den Auswirkungen der Luftraumachliessung im Pakistan Konflikt gelesen. Der Flugverkehr von und nach Europa ist stark betroffen.

Am Mittwoch sind viele Flüge ausgefallen bzw. Die Maschinen sind zurück nach Bangkok.

Um 9 Uhr Ortszeit soll es eine Info für Donnerstag geben.

Ich habe mein Taxi eine Stunde bestellt.

Dienstag, 26. Februar 2019

Das Moped fährt per Zug.....












Nach 4.300 km in Vietnam endet meine Motorradreise in "Da Nang" (Zentralvietnam).
Keine technischen Probleme, keine Reifen pannen und keine Unfälle auf insgesamt fast 10.000 km mit drei verschiedenen Motorrädern in Südostasien!
Jetzt erfolgt die Rückgabe von Nr.3.
Mein Vermieter des Krades sitzt in Ho Chi Minh City im Süden und hat einen Werkstattpartner in Hanoi (Norden).
Die Rückgabe des Motorrades erfolgt per Zug. Eine Versendung ist in Vietnam einfach. Die grösseren Städte ab 100.000 Einwohnern haben eine Frachtabteilung.
Reisepass, "Blue Card" des Krades, Telefonnummer des Abholers und am Bahnhof Formular ausfüllen, bezahlen, Spiegel abschrauben, Sprit absaugen, Moped einpacken.
Die Holzkisten stehen bereit und werden bei den "grossen" Mopeds angepasst. Das machen alles die fleissigen Arbeiter.
Ich hoffe, die XR kommt gut in Saigon an und Patrick zahlt meine Kaution zurück. :-) Es standen übrigens noch ca. 20 Kisten am Bahnhof.

Sonntag, 24. Februar 2019

Städte "Hue" und "Hoi An"












Die alte Kaiserstadt "Hue" am Parfüm Fluss hat mich nicht wirklich in ihren Bann gezogen.
Gefallen haben mir meine Radtouren um die alten Zitadelle und die angrenzenden Stadtviertel. In der Zitadellenanlage war auch die Luft viel besser und die Gärten waren schön.
Am meisten hat mich die Streetfoodtour begeistert, die ich an einem Abend gemacht habe. Für mich bequem in einen Cyclo (Fahrradtaxi) durch die abendliche, kühlere Stadt. Der Guide fuhr mit seinem Roller und wartete an verschiedenen Plätzen auf mich. Leckere Sachen und einige Hintergrundinfos sowie "Meeting the locals".
Ich hätte diese Orte nie gefunden, aber alleine auch nicht besucht. So war es eine tolle Runde Sache.
Nach drei Nächten und 34 Grad freute ich mich auf die Weiterfahrt nach Süden und die Überquerung des berühmten Wolkenpasses (495 m).
Das Wetter war super und die 500 Höhenmeter mit vielen Kurven waren schön. Einige nette Ausblicke.
In "Hoi An" hatte ich mit vielen Touristen gerechnet. Die hatte ich ja schon an einigen anderen Stellen. Aber ich finde die Altstadt mit den Restaurants und Touristenläden furchtbar. Ausserhalb der Stadt gibt es verschiedene und grosse Parkplätze für die unzähligen Reisebusse.
Die Stadt ist für ihren historischen Stadtkern berühmt und die bunten Lampions sind auf allen Bildern.
Aber auch hier, kann man abseits der üblichen Strecken, vieles entdecken. Mit dem (klapprigen) Rad meines fantastischen Homestays (ausserhalb der Stadt) war ich mehrfach auf Entdeckertour. So konnte ich u.a. heute ein Bootsrennen auf dem Fluss sehen. Interessant sind natürlich die Menschen am Land und nicht die Boote auf dem Wasser.
Das kleine Schwimmbad des Homestay nutze ich auch fleissig. Ich vermisse meinen Sport und freue mich hier meine Reise langsam ausklingen zu lassen.

Samstag, 23. Februar 2019

Zentralvietnam - auf historischen Pfaden












Nach der abenteuerlichen Tour zu Fuß im Nationalpark ging es abenteuerlich mit dem Motorrad weiter. Okay. Nicht wirklich.
Der "Ho Chi Minh Highway West"  (von Phong Na nach Khe Sang) war als einsame, verlassene und quasi nicht mehr benutzte Strecke beschrieben.
Das stimmt auch. Speziell die 100 km im nördlichen Bereich waren sehr einsam und auch sehr schön.
Im Vietnamkrieg war es ein Teil der wichtigen Versorgungswege. Heute gibt es parallel eine weitere Verbindung von Nord nach Süd. Daher ist die Westroute kaum befahren.
Die guten Strassenverhältnisse waren überraschend. Ebenso die vielen Motorradfahrer, die ich "aus aller Welt" getroffen habe. Also ca. 10 -15 Kradfahrer. Mit einigen habe ich geredet, eine US-Amerikanerin, zwei Kanadier, ein Engländer, eine Deutsche.
Im südlichen Verlauf gibt es einige Siedlungen, ein kleines Restaurant und sogar eine Tankstelle. Das hatte ich nach der Beschreibung nicht erwartet.
Die Strecke führt nach "Khe Sang", einem wichtigen Ort im Vietnamkrieg. Auf der Karte sind ein paar historische Orte vermerkt, u.a. eine Brücke.
Die DMZ (Demilitarisierte Zone) verläuft hier nördlich zu der Stadt und so ging es weiter Richtung Nordosten. Zu den "Vinh Moc Tunneln". Das Tunnelsystem wurde 1965 bis 1966 geschaffen und die Menschen haben hier über Jahre unterirdisch gelebt. Ich hatte einen Guide im Tunnelsystem, ansonsten wäre es noch bedrückender gewesen. Wegen der Abzweigungen hätte ich auch Angst gehabt, mich zu verlaufen.
Sehenswert, aber ebenfalls  sehr bedrückend war das "Besucherzentrum der Minensicherung".  Auch heute sind noch unzählige Splitterbomben in dieser am stärksten bombardierten Gegend verteilt. Durch Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung und durch die aktuelle Minensuche wird versucht, die Gefährdung der Menschen zu minimieren.
Auf einer kleinen Nebenstrasse fand ich dann tatsächlich eine Infotafel am Strassenrand, die auf die aktuelle Minensuche hinweist.

Samstag, 16. Februar 2019

Dschungel Abenteuer im Nationalpark











Phong-Nha-Ke-Bang Nationpark/Zentralvietnam
Gestern habe ich eine  12 km lange Dschungel Tour auf unwegsamen Pfaden (Ho Chi Ming Trail) im National Park gemacht. Eine gebuchte (Gruppen)Tour mit Guide und 4 "Portern" (Träger) für die Ausrüstung und das Essen.
10 der 12 Teilnehmern waren zwischen 20 - 30 Jahren alt.
Wir sind ausschliesslich schmale und häufig sehr rutschige Wege "gegangen" oder besser geklettert. Zwei Höhlenbesuche mit Helm und Petzl Lampe. In die 2. Höhle sind wir nur geschwommen. Mit Schwimmwesten. Auch hier haben wir - auf Ansage - mal das Licht ausgemacht......wow!
Nach dem 2. Höhlenbesuch gab es Lunch inklusive Anleitung zum Herstellen der Frühlingsrollen. Lecker!
Ich habe die Tour nur mit Unterstützung der "Porter" (Träger) geschafft, die mir unermüdlich die Hand gereicht haben, um mir über die schwierigen und steilen Stellen zu helfen.
Ein Porter hat mir meinen Rucksack abgenommen, das war schon sehr hilfreich.
Ein anderer hat mir einen Ast als Stock besorgt.
An meiner Fitness werde ich arbeiten!

Donnerstag, 14. Februar 2019

Ho Chi Ming Highway Richtung Süden










In den beiden letzten Tagen bin ich über eine schöne und gute Strecke durch die Berge weiter Richtung Süden bzw. Zentralvietnam gefahren. Der "Ho Chi Ming Highway" (Nr.15) verbindet Hanoi im Norden mit HCM Stadt im Süden.
Die schöne Strecke durch die Berge ist gut zu Fahren und ich schaffe an einem Tag tatsächlich 300 km.
Die Strecke ist auch eine gute Alternative  zur Strecke entlang der Küste. Die Küstenstrecke ist bei weitem nicht so schön und durch den Verkehr stark belastet.
Meine Unterkunft ist sehr einfach, aber schön einsam gelegen an einem See inmitten der Teeplantagen.
Es sind noch 4 andere Europäer  (Backpacker) mit den typischen Moppeds dort. Sie schlafen in einem Stelzenhaus, ich habe einen kleinen Raum mit einer Futonmatratze. Der Hausherr kocht uns leckeres Abendessen, gibt Bier aus und fährt dann mal weg.
Wir spielen ein Backpacker Kartenspiel und  ich verliere. Macht aber Spass und ich habe etwas neues kennengelernt.
Am 2. Tag entdecke ich die Bahnlinie mit 2 Übergängen. Es kommt prompt ein Zug. Gut, dass ich an dem unbeschrankten Übergang erst mal angehalten habe. Gute Gelegenheit für Photos.
Mein Ziel, der Phong-Nha-Ke Bang Nationalpark, steht unter dem Schutz der UNESCO und ist u.a. wegen der Höhlen bekannt.

Endspurt!

Noch 14 Tage, dann bin ich (hoffentlich) wieder zu Hause.

Auch wenn ich liebend gerne unterwegs bin, so freue ich mich natürlich auch wieder auf "zu Hause" und das gewohnte Leben.

In der letzten Woche habe ich mir daher über den weiteren Verlauf meiner Tour Gedanken machen müssen. Wo will ich noch hin? Will ich noch 2 x fliegen, bevor ich den Heimflug von Bangkok antrete?

Nein, ich möchte nicht mehr fliegen, als nötig. Im Süden Vietnams ist es sehr heiss und schwül, daher möchte ich dort nicht mehr hin. Mit dem Motorrad hatte ich das sowieso nicht geplant.

Lieber das Motorrad ein paar Tage länger behalten, mobil bleiben und die Reise langsam ausklingen lassen.

Die Vietnamreise endet daher in Zentralvietnam, in der Küstenstadt "Da Nang". Von dort gibt es u.a. täglich einen Direktflug nach Bangkok.

Auf dem Weg dorthin und in der Umgebung gibt es noch vieles zu sehen, u.a  die "Vinh Moc" Tunnel an der ehemaligem Demarkationslinie. "Hue", den Wolkenpass "Hai-Van", "Hoi An". Etwas Geschichte, Strand, Städte, eine besondere Brücke und vieles mehr.

Mein Motorrad geht Ende des Monates mit der Bahn zurück zum Vermieter nach "Ho Chi Ming". Das ist hier ganz einfach und kostet ca. 50 USD.

Aber jetzt geht es in den nächsten Tagen erstmal ohne Motorrad in den "Phong Nha-Ke Bang" Nationalpark.

Den Fluss und die Berge kann ich aus meinem Zimmer in meiner Unterkunft sehen. Ich bin gespannt!

Samstag, 9. Februar 2019

Pause in Mai Chau nach 2.700 km in Vietnam












Vom hohen Norden (Sa Pa) Richtung Süden gab es für mich schöne kleine Bergstrecken, häufig entlang einiger Stauseen. Meist war ich dort alleine unterwegs. Nach einer Nacht in einem sauberen, aber etwas in die Jahre gekommenen Hotel in "Son La" hatte ich Erlebnisse der besonderen Art.
Westlich von Hanoi liegt die Stadt "Bac Yen". Die kleine Strasse Nr.112 Richtung Norden ist eher eine sehr schlechte Piste. Für die 14 km nach "Ta Xua" brauchte ich 30 Minuten. Wegen der schlechten Strassenverhältnisse muss ich selbst immer eine gute Spur finden. Aber vor allem muss ich auf den Gegenverkehr achten, der auch eine gute Spur sucht. Manchmal auf meiner Straßenseite.
In der Nähe der kleinen Ansammlung von Häusern, einfachsten Unterkünften, kleinen Läden, Garküchen und einer kleinen Werkstatt gibt einen besonderen Bergrücken. Den "Dragon Spine Back". Es ist ein teilweise sehr schmaler Weg über einen Bergrücken mit tollem Ausblick. Die vietnamesischen Jungs fahren mit ihren Halbautomatik Moppeds runter und wieder rauf. Ich ziehe am nächsten Morgen den Fussweg vor, nutze für den Weg wieder hoch aber gerne die Mitfahrt auf dem Sozius  einer kleinen Honda "Wave". Der Fahrer ist sehr routiniert und meistert den Weg geschickt.
Die Nacht zuvor habe ich - wie eine Gruppe junger Vietnamesen  - in einem sehr einfachen Homestay verbracht. Bei der Suche eines Zimmers hat mir eine sehr nette Vietnamesin geholfen, die mit Ihrem englischen Freund Max in Hanoi lebt. Die beiden traf ich an dem Hostel, das aber nur ein riesiges Bettenlager für 20 Leute hatte. Wegen des Wochenendes waren viele einheimische Touristen unterwegs und die Gastgeber sprechen kein Englisch. Meine reservierte Unterkunft hatte plötzlich kein Zimmer, sondern auch nur ein riesiges Bettenlager.
Ich war froh über den kleinen Raum für mich und die nette englischsprachige Gesellschaft des Paares. Wir haben abends auch zusammen in einer der Garküchen gemeinsam gegessen.
Nebenbei habe ich natürlich auch einiges über Land und Leute erfahren.
Nach diesen Erlebnissen freue ich mich auf ein schönes Zimmer mit eigenem Bad in "Lim's House" in "Mai Chau".
Diese Gegend ist für die Stelzenhäuser und die Reisterassen bekannt. 
Ich lasse das Moped nach 2.700 km in Vietnam mal stehen. Ich erkunde die Gegend zu Fuss und mit dem Rad.
Neben köstlichen Frühstück und Abendessen gibt es auch wieder nette Gäste. Ein Mix aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch Gäste aus Hanoi.
Mir tut die Pause gut. Ich bleibe 3 anstatt 2 Nächte. Das Reisen mit dem Krad ist in Vietnam optimal, aber auch intensiv und anstrengend. Ich muss auch etwas die weitere Strecke Richtung Süden "planen". Vermutlich schicke ich mein Motorrad für 50 USD von "Da Nang" in Zentralvietnam nach Ho Chi Ming City (Saigon).
Am 27.02.19 möchte ich nach Bangkok fliegen, weil es an 28.02.19 zurück nach Deutschland geht. Von wo ich letztlich nach Bangkok fliege, weiss ich noch nicht. Mal sehen, wo es mich noch hintreibt.
Vielleicht treffen ich auch noch zwei Motorradfreunde aus Aachen. Sie kommen am Sonntag dem 10.02.19 in Hanoi an und werden auch drei Monate mit Moppeds Reisen.