Vom hohen Norden (Sa Pa) Richtung Süden gab es für mich schöne kleine Bergstrecken, häufig entlang einiger Stauseen. Meist war ich dort alleine unterwegs. Nach einer Nacht in einem sauberen, aber etwas in die Jahre gekommenen Hotel in "Son La" hatte ich Erlebnisse der besonderen Art.
Westlich von Hanoi liegt die Stadt "Bac Yen". Die kleine Strasse Nr.112 Richtung Norden ist eher eine sehr schlechte Piste. Für die 14 km nach "Ta Xua" brauchte ich 30 Minuten. Wegen der schlechten Strassenverhältnisse muss ich selbst immer eine gute Spur finden. Aber vor allem muss ich auf den Gegenverkehr achten, der auch eine gute Spur sucht. Manchmal auf meiner Straßenseite.
In der Nähe der kleinen Ansammlung von Häusern, einfachsten Unterkünften, kleinen Läden, Garküchen und einer kleinen Werkstatt gibt einen besonderen Bergrücken. Den "Dragon Spine Back". Es ist ein teilweise sehr schmaler Weg über einen Bergrücken mit tollem Ausblick. Die vietnamesischen Jungs fahren mit ihren Halbautomatik Moppeds runter und wieder rauf. Ich ziehe am nächsten Morgen den Fussweg vor, nutze für den Weg wieder hoch aber gerne die Mitfahrt auf dem Sozius einer kleinen Honda "Wave". Der Fahrer ist sehr routiniert und meistert den Weg geschickt.
Die Nacht zuvor habe ich - wie eine Gruppe junger Vietnamesen - in einem sehr einfachen Homestay verbracht. Bei der Suche eines Zimmers hat mir eine sehr nette Vietnamesin geholfen, die mit Ihrem englischen Freund Max in Hanoi lebt. Die beiden traf ich an dem Hostel, das aber nur ein riesiges Bettenlager für 20 Leute hatte. Wegen des Wochenendes waren viele einheimische Touristen unterwegs und die Gastgeber sprechen kein Englisch. Meine reservierte Unterkunft hatte plötzlich kein Zimmer, sondern auch nur ein riesiges Bettenlager.
Ich war froh über den kleinen Raum für mich und die nette englischsprachige Gesellschaft des Paares. Wir haben abends auch zusammen in einer der Garküchen gemeinsam gegessen.
Nebenbei habe ich natürlich auch einiges über Land und Leute erfahren.
Nach diesen Erlebnissen freue ich mich auf ein schönes Zimmer mit eigenem Bad in "Lim's House" in "Mai Chau".
Diese Gegend ist für die Stelzenhäuser und die Reisterassen bekannt.
Ich lasse das Moped nach 2.700 km in Vietnam mal stehen. Ich erkunde die Gegend zu Fuss und mit dem Rad.
Neben köstlichen Frühstück und Abendessen gibt es auch wieder nette Gäste. Ein Mix aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch Gäste aus Hanoi.
Mir tut die Pause gut. Ich bleibe 3 anstatt 2 Nächte. Das Reisen mit dem Krad ist in Vietnam optimal, aber auch intensiv und anstrengend. Ich muss auch etwas die weitere Strecke Richtung Süden "planen". Vermutlich schicke ich mein Motorrad für 50 USD von "Da Nang" in Zentralvietnam nach Ho Chi Ming City (Saigon).
Am 27.02.19 möchte ich nach Bangkok fliegen, weil es an 28.02.19 zurück nach Deutschland geht. Von wo ich letztlich nach Bangkok fliege, weiss ich noch nicht. Mal sehen, wo es mich noch hintreibt.
Vielleicht treffen ich auch noch zwei Motorradfreunde aus Aachen. Sie kommen am Sonntag dem 10.02.19 in Hanoi an und werden auch drei Monate mit Moppeds Reisen.