Donnerstag, 27. Dezember 2018

Der Almosengang der Mönche in Luang Prabang

Nach 2 1/2 Tagen in Fahrtrichtung Nordwesten sind wir in der alten Königsstadt am Mekong angekommen.

Die Stadt steht seit 1995 unter dem Schutz des UNESCO Welterbe.

Hier gibt es viel zu sehen und zu unternehmen. Die vielen kleinen Cafe's und Restaurants, aber auch der Nachtmarkt Laden zum Verweilen ein.

Wir möchten ein paar Tage bleiben und haben ein nettes Guesthouse gefunden. Es liegt zentral und fussläufig zur Stadt und dem Mekong. Unsere Motorräder dürfen wir im Innenhof hinter dem Haus Parken.

Ich möchte hier etwas Besonderes sehen:

Den Almosengang der Mönche.

Jeden Morgen gehen die Mönche eine bestimmte zentrale Strasse herunter, um das Essen für den Tag zu erhalten. Sie laufen barfuß, in ihren orangenen Gewändern und haben nur das Gefäß für die Almosen dabei.

Ich bin natürlich vor dem Klingeln des Weckers um 5.17 Uhr wach. Es ist dunkel, aber auf den Strassen ist schon eine Menge los.

Die genaue Uhrzeit und der genaue Weg der Mönche ist mir unklar. An der Straße sitzen schon viele Menschen auf kleinen Schemeln und haben kleine Körbchen mit gekochtem Reis vor sich.

Die fliegenden Händler verkaufen den gekochten Reis vor Ort.

Allerdings sollten nur Buddisten etwas geben. Der direkte Augenkontakt mit den Mönchen ist zu vermeiden.

Die Strassen ist (doch) nicht gesperrt und es laufen tatsächlich viele (vorwiegend asiatische) Touristen mit Kamera und Blitzlicht neben den Mönchen her. Anstatt einer andächtigen Stille wird laut geredet. Genau diese Beschreibung hatte ich bereits im Vorfeld gelesen.

Es ist leider nicht die erhoffte andächtige Zeremonie, die ich mir gewünscht und doch etwas erhofft habe.

Aber trotzdem habe ich Glück. Ich stehe still etwas Abseits und beobachte das Geschehen. Die Mönche kommen aus und gehen in unterschiedliche Richtungen.

2 x kommt mir eine Gruppe von Mönchen ganz nah. Sie tauchen aus dem nichts von links auf und vor mir kniet jeweils ein Spender und füllt jeweils etwas klebrigen Reis in die Behältnisse.

Wow. Das ist dann doch noch ein schönes und besonderes Gefühl. Es ist hier ganz still und keinerlei Kameraklicken und kein Blitzlicht.

Gegen 6.20 Uhr ist alles vorbei. 

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