Nach der abenteuerlichen Tour zu Fuß im Nationalpark ging es abenteuerlich mit dem Motorrad weiter. Okay. Nicht wirklich.
Der "Ho Chi Minh Highway West" (von Phong Na nach Khe Sang) war als einsame, verlassene und quasi nicht mehr benutzte Strecke beschrieben.
Das stimmt auch. Speziell die 100 km im nördlichen Bereich waren sehr einsam und auch sehr schön.
Im Vietnamkrieg war es ein Teil der wichtigen Versorgungswege. Heute gibt es parallel eine weitere Verbindung von Nord nach Süd. Daher ist die Westroute kaum befahren.
Die guten Strassenverhältnisse waren überraschend. Ebenso die vielen Motorradfahrer, die ich "aus aller Welt" getroffen habe. Also ca. 10 -15 Kradfahrer. Mit einigen habe ich geredet, eine US-Amerikanerin, zwei Kanadier, ein Engländer, eine Deutsche.
Im südlichen Verlauf gibt es einige Siedlungen, ein kleines Restaurant und sogar eine Tankstelle. Das hatte ich nach der Beschreibung nicht erwartet.
Die Strecke führt nach "Khe Sang", einem wichtigen Ort im Vietnamkrieg. Auf der Karte sind ein paar historische Orte vermerkt, u.a. eine Brücke.
Die DMZ (Demilitarisierte Zone) verläuft hier nördlich zu der Stadt und so ging es weiter Richtung Nordosten. Zu den "Vinh Moc Tunneln". Das Tunnelsystem wurde 1965 bis 1966 geschaffen und die Menschen haben hier über Jahre unterirdisch gelebt. Ich hatte einen Guide im Tunnelsystem, ansonsten wäre es noch bedrückender gewesen. Wegen der Abzweigungen hätte ich auch Angst gehabt, mich zu verlaufen.
Sehenswert, aber ebenfalls sehr bedrückend war das "Besucherzentrum der Minensicherung". Auch heute sind noch unzählige Splitterbomben in dieser am stärksten bombardierten Gegend verteilt. Durch Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung und durch die aktuelle Minensuche wird versucht, die Gefährdung der Menschen zu minimieren.
Auf einer kleinen Nebenstrasse fand ich dann tatsächlich eine Infotafel am Strassenrand, die auf die aktuelle Minensuche hinweist.










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